Informations- und Cybersicherheit

Sicherheit muss ganz oben stehen!“ – Dr. Fedor Rose

Die Informations- und Cybersicherheit nimmt in Zeiten der fortschreitenden Digitalisierung, der Datenverarbeitung, der zunehmenden Vernetzung sowie der steigenden Bedrohung durch Angriffe einen immer höheren Stellenwert ein. Eine funktionierende Verwaltung ist heute ohne elektronische Kommunikationsmedien und IT-Verfahren nicht mehr denkbar. Im Bereich der Informationsverarbeitung und Kommunikation müssen deshalb Verfügbarkeit, Integrität und Vertraulichkeit der verarbeiteten und übertragenen Informationen durch angemessene technische und organisatorische Maßnahmen gewährleistet werden. Die Informations- und Cybersicherheit ist damit für die Landes- und Kommunalverwaltung zur Erfüllung ihrer Geschäftsaufgaben ein unverzichtbarer Grundwert.

Cyberangriffe gehören zu den zentralen Risiken einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft. Betroffen sind staatliche Einrichtungen ebenso wie Unternehmen, Kommunen und Bürgerinnen und Bürger. Die Angriffe reichen von Datendiebstahl und Erpressung bis hin zu Spionage und Sabotage. Dabei handeln sowohl kriminelle Gruppen als auch staatlich gesteuerte Akteure zunehmen professionell und arbeitsteilig. Besonders schwerwiegend können Angriffe auf öffentliche Dienstleistungen, Kritische Infrastrukturen und Lieferketten sein. Sicherheitsbehörden bewerten die Bedrohungslage deshalb weiterhin als angespannt und dynamisch. Cybersicherheit ist keine rein technische Aufgabe, sondern eine gemeinsame Verantwortung von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft.

119 neue Schwachstellen pro Tag

Im Berichtszeitraum vom 1. Juli 2024 bis 30. Juni 2025 wurden durchschnittlich 119 neue Schwachstellen täglich bekannt.

Quelle: BSI, Die Lage der IT-Sicherheit in Deutschland 2025

1041 angezeigte Ransomware-Fälle

Im Jahr 2025 wurden bundesweit 1041 Ransomware-Angriffe auf Unternehmen und Institutionen bei der Polizei angezeigt. Das BKA geht zugleich von einer erheblichen Dunkelziffer aus.

Quelle: Bundeskriminalamt, Bundeslage Cybercrime 2025

  

80% der angezeigten Ransomware Angriffe trafen KMU

Vier von fünf angezeigten Ransomware-Angriffen richteten sich gegen kleine und mittlere Unternehmen. 

Quelle: BSI, Die Lage der IT-Sicherheit in Deutschland 2025

202,4 Mrd. Euro Schaden durch Cyberangriffe

Der deutschen Wirtschaft entstand innerhalb eines Jahres ein geschätzter Schaden von 202,4 Milliarden Euro durch Cyberangriffe.

Quelle: Bitkom, Wirtschaftsschutz 2025

Ministerium der Finanzen (FM)

Die Steuerung der Informations- und Cybersicherheit für die unmittelbare Landesverwaltung und das ressortübergreifende Informationssicherheitsmanagement sind alle im FM angesiedelt. Die Landesverwaltung betreibt ein Computer Emergency Response Team Rheinland-Pfalz (CERT-rlp), welches Cyberangriffe auf die zentrale IT-Infrastruktur der Landesverwaltung 24/7 überwacht und ggfs. abwehrt. Die Umsetzung der NIS-2-Richtlinie durch die entsprechenden Behörden der unmittelbaren Landesverwaltung wird überwacht.

 

Ministerium des Innern, für Integration und Verkehr (MdI)

Das MdI ist mit seiner Polizei- und Verfassungsschutzabteilung sowie dem Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz zuständig für die Abwehr und Aufklärung von Cyberkriminalität, Abwehr von Cyberspionage und Cybersabotage sowie der Schutz von Behörden, Unternehmen und kritischen Infrastrukturen. Anzeigen, auch von Cyber-Straftaten, können über die Online-Wache erfolgen.

 

Ministerium für Justiz und Verbraucherschutz (JM)

Das JM kümmert sich um die Strafverfolgung, auch bei schwerer oder überregionaler Cyberkriminalität durch die Landeszentralstelle Cybercrime. Im Bereich Verbraucherschutz können Bürgerinnen und Bürger auch Informationen zu Cyber-Kriminalität zu finden.