Digitale Verwaltung
Die digitale Transformation verändert Alltagsleben, Wirtschaft und Gesellschaft – und damit auch die öffentliche Verwaltung. Behörden stehen vor der Aufgabe, ihre Leistungen, Prozesse und Infrastrukturen grundlegend weiterzuentwickeln: hin zu einem Angebot, das unkompliziert, sicher und für alle zugänglich ist.
Rheinland-Pfalz gestaltet diesen Wandel im Rahmen der Digitalstrategie des Landes aktiv mit. Die digitale Verwaltung ist dabei ein zentraler Baustein: Sie schafft die Grundlage dafür, dass Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen Verwaltungsleistungen einfach und medienbruchfrei in Anspruch nehmen können – und, dass die Verwaltung selbst effizienter, transparenter und widerstandsfähiger wird.
Mit dem Onlinezugangsgesetz (OZG) werden Verwaltungsleistungen schrittweise digital zugänglich gemacht. Die dafür notwendige Datengrundlage schafft die Registermodernisierung: Verwaltungsregister werden vernetzt und digitalisiert, sodass Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen ihre Daten nicht bei jeder Antragstellung erneut übermitteln müssen – einmal erfasst, können sie mit Einwilligung der Betroffenen behördenübergreifend genutzt werden (Once-Only-Prinzip).
Darüber hinaus entstehen mit digital verfügbaren Nachweisen neue Möglichkeiten: Berechtigungen und Bescheinigungen können zukünftig sicher und datenschutzkonform auf dem Smartphone geführt und vorgezeigt werden. Mit der europäischen EUDI-Wallet (European Digital Identity Wallet) steht dafür künftig ein einheitlicher, EU-weit anerkannter Rahmen zur Verfügung – auch für Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen in Rheinland-Pfalz.
Intern wird die Verwaltung ebenfalls konsequent modernisiert. Die elektronische Aktenführung (E-Akte) ermöglicht die ortsunabhängige, behördenübergreifende und medienbruchfreie Bearbeitung von Vorgängen. Alle Behörden der unmittelbaren Landesverwaltung – rund 21.700 Bedienstete in über 300 Behörden – führen ihre Verwaltungsakten bereits elektronisch.
Die technische Grundlage bildet eine standardisierte und konsolidierte IT-Infrastruktur: IT-Basisdienste werden zunehmend ressortübergreifend bereitgestellt, Bedarfe gebündelt und redundante Lösungen abgelöst. Das erhöht die Informationssicherheit, steigert die Effizienz und schafft die Grundlage für eine wirtschaftliche und zukunftsfähige Verwaltungs-IT.







