Digitale Verwaltung

Der Begriff digitale Transformation bezeichnet Veränderungen des Alltagslebens, der Wirtschaft und der Gesellschaft durch den Einsatz neuer Technologien, Techniken und deren Auswirkungen. Allgemein geht es um die Umgestaltung und Reaktion auf veränderte Rahmenbedingungen und Erwartungshaltungen der Gesellschaft durch Digitalisierung. Es ist sicher, dass die Digitalisierung alle Lebensbereiche verändern wird, auch die der öffentlichen Verwaltungen, hinsichtlich der Geschäftsmodelle, der Produkte und der Services.

Die grundlegenden Voraussetzungen für ein merkbar verbessertes digitales Serviceangebot schafft das Gesetz zur Verbesserung des Onlinezugangs zu Verwaltungsleistungen (OZG), dass Bund, Länder und Kommunen verpflichtet, ihre Verwaltungsleistungen über Verwaltungsportale auch digital anzubieten.

Ein weiteres zentrales Werkzeug der digitalen Verwaltung stellt die elektronische Aktenführung und Vorgangsbearbeitung, die E-Akte, dar. Sie ermöglicht den ortsunabhängigen Zugriff auf digitale Verwaltungsinformationen, die behördenübergreifende und medienbruchfreie elektronische Bearbeitung von Vorgängen und reduziert die Durchlaufzeiten. Damit trägt sie zur Modernisierung und Digitalisierung der Verwaltung bei. Seit Ende des Jahres 2025 führen alle Behörden der unmittelbaren Landesverwaltung – und damit rund 21.700 Bedienstete in über 300 Behörden – ihre Verwaltungsakten elektronisch.    

Die Landesverwaltung Rheinland-Pfalz hat in den letzten Jahren eine leistungsfähige IT-Infrastruktur aufgebaut. Durch das Voranschreiten der Digitalisierung, aber auch durch sich verändernde Bedingungen muss auch die interne IT-Architektur der öffentlichen Verwaltung stetig überdacht und weiterentwickelt werden. In diesem Kontext ist ein Ziel, die IT-Infrastruktur zu standardisieren und zu konsolidieren. Viele IT-Basisdienste können ressortübergreifend genutzt werden. Bedarfe können so gebündelt und konkurrierende Lösungen abgelöst werden. Bereits jetzt können unterschiedlichste IT-Basis- und IT-Infrastrukturdienste zentral genutzt werden oder befinden sich im Aufbau. Durch die Zentralisierung, Standardisierung und Konsolidierung wird die Komplexität der IT-Architektur verringert und damit eine höhere Informationssicherheit und Qualität der Dienste erreicht. Zudem gewährleistet die Zentralisierung und Konsolidierung die Wirtschaftlichkeit und trägt zur Einsparung von Ressourcen bei.