Land stellt Ergebnisse des Architektenwettbewerbs vor

Das neue Polizeipräsidium Rheinpfalz soll an einem zentralen Standort mitten in Ludwigshafen errichtet werden. Für den Neubau hat das Land Rheinland-Pfalz einen Architektenwettbewerb ausgelobt. Die preisgekrönten Entwürfe wurden heute in Ludwigshafen der Öffentlichkeit vorgestellt.

Insgesamt haben 25 Architektinnen und Architekten an dem Realisierungswettbewerb teilgenommen, die in einem vorgeschalteten Bewerberverfahren ausgewählt wurden. Die Aufgabe war anspruchsvoll: Auf dem nicht sehr großen trapezförmigen Gelände sollen rund 9.100 Quadratmeter Nutzfläche und rund 450 Arbeitsplätze funktional untergebracht werden. Baurechtlich ist ein maximal zehngeschossiges Gebäude möglich.

Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz stellte als Vertreter der Landesregierung auch im Namen seiner Kollegin Finanz- und Bauministerin Doris Ahnen die prämierten Entwürfe vor und sagte: „Das neue Gebäude hat eine wichtige städtebauliche Signalwirkung aufgrund seiner Lage, der Höhe und der Funktion als Polizeipräsidium. Ich bin beeindruckt von der Qualität der Wettbewerbsbeiträge. Das Preisgericht hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Ich bin mir sicher, dass das neue Gebäude ein sichtbares Zeichen für den Stellenwert der Polizei und eine Bereicherung für die Stadt Ludwigshafen sein wird. Die Entwürfe sind allesamt beeindruckend.“

Die Preisträger des Wettbewerbes sind:
1. Preis: Prof. Tobias Wulf, Stuttgart (www.wulfarchitekten.com)
zwei 2. Preise:
Harter + Kanzler Architekten, Freiburg (www.harter-kanzler.de)
Code Unique Architekten, Dresden (www.codeunique.de)

An die Architekten „Leon + Wohlhage, Berlin“ und „Müller + Reimann, Berlin“ wurde je eine Anerkennung vergeben.

 „Als Mitglied des Preisgerichtes war es mir besonders wichtig, eine gute architektonische und funktionale Lösung für einen zentralen Standort in unserer Innenstadt zu finden. Dafür stehen die prämierten Entwürfe. Es hat sich gelohnt, dass wir uns sehr intensiv mit den eingereichten Vorschlägen auseinandergesetzt haben. Ich freue mich, dass in den kommenden Tagen auch die Bürgerinnen und Bürger die Entwürfe sehen können“, ergänzte Ludwigshafens Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck.

Ziel des Wettbewerbes war ein städtebaulich, architektonisch und funktional hervorragender und damit insgesamt nachhaltiger Entwurf für das neue Polizeipräsidium. Das Gebäude soll bürgernah und offen wirken und zugleich die Aufgaben der Polizei als Garant der öffentlichen Sicherheit und Ordnung widerspiegeln. Zudem spielte die Wirtschaftlichkeit des Gebäudes bei der Errichtung und im Betrieb eine wesentliche Rolle bei der Entscheidungsfindung.

Das Preisgericht, bestehend aus erfahrenen Architektinnen und Architekten, der Oberbürgermeisterin sowie Vertreterinnen und Vertretern der Polizei und des Finanz- und Innenministeriums tagte am 19. und 20. Februar 2018 unter dem Vorsitz von Prof. Felix Wächter aus Darmstadt.

Im Anschluss an das Wettbewerbsverfahren werden mit den Verfasserinnen und Verfassern der Siegerentwürfe Verhandlungsgespräche geführt, in denen weitere Kriterien für die Auftragsvergabe abgefragt werden. Auf der Grundlage des Wettbewerbsergebnisses wird dann die Planung mit Fachingenieuren für Statik, Haustechnik und Elektro ausgearbeitet und der Investitionsbedarf ermittelt, der in die Haushaltsberatungen auf Landesebene einfließt. Vorbehaltlich der Haushaltsgenehmigung durch den rheinland-pfälzischen Landtag wird der Baubeginn für Ende 2020 angestrebt. Die Bauzeit ist auf circa drei Jahre veranschlagt.

Die Ausstellung der Entwürfe ist in der Zeit vom 22. bis 27. Februar im Info-Center der GAG an der Rheinpromenade 10 in Ludwigshafen geöffnet. Die Besuchszeiten sind von 14 bis 18 Uhr.