Land fördert Moderation für Bewohnergenossenschaftsinitiativen – Berater gesucht

„Mit der Moderationsförderung des Landes unterstützen wir Bewohnergenossenschaftsinitiativen, die einen wertvollen Beitrag zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum leisten,“, sagte Finanz- und Bauministerin Doris Ahnen.

Als erste Bewohnerinitiative hat das Mehrgenerationenwohnprojekt ZaK Wohnpakt eG in Trier die Landesförderung zur Unterstützung durch einen externen Berater erhalten. Die Genossenschaft plant in Trier-Filsch 21 barrierefreie Wohnungen.

Die Moderationsförderung richtet sich an Initiativen, die zur Schaffung von nachhaltig bezahlbarem Wohnraum eine Bewohnergenossenschaft gründen möchten oder sich noch in der Realisierungsphase befinden. Hierbei stellt das Land Bewohnergenossenschaftsinitiativen je nach deren aktuellem Entwicklungsstand und konkreter Problemstellung einen externen Berater zur Seite, der die Initiative zu spezifischen Fragestellungen berät.

Bewerbungen um eine Moderationsförderung des Landes werden nach einem ersten Beratungsgespräch bei der Landesberatungsstelle „Neues Wohnen“, die in der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Mainz angesiedelt ist, an das Ministerium der Finanzen gerichtet, das dann über die Förderung entscheidet.

Die bundesweite Ausschreibung, um geeignete Moderatorinnen und Moderatoren für diese anspruchsvolle Aufgabe zu erhalten, wird ab heute veröffentlicht. Die Bewerbungsunterlagen sind hier abrufbar.

Seit Jahresbeginn 2016 kann auch der Erwerb von Genossenschaftsanteilen innerhalb bestimmter Einkommensgrenzen mit Darlehen der Investitions- und Strukturbank des Landes gefördert werden. Damit wird der Erwerb eines Anrechts auf Überlassung einer Wohnung zur Selbstnutzung ermöglicht und ein weiterer Beitrag zur Förderung von Genossenschaften geleistet; dies entspricht der Zielsetzung des Landeswohnraumförderungsgesetzes. Die Zinsen für das ISB-Darlehen Erwerb von Genossenschaftsanteilen werden vom Land verbilligt und betragen für die Dauer von 10 Jahren 0,5 % p.a.