Gemeinschaftliches Wohnen in Trier: Darlehen von rund 1,3 Millionen Euro und Tilgungszuschuss von knapp 233.000 Euro für sozial geförderte Mietwohnungen

Mit einem ISB-Darlehen in Höhe von rund 1,3 Millionen Euro und einem Tilgungszuschuss von fast 233.000 Euro fördert das Land Rheinland-Pfalz über die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) den Neubau eines Mehrfamilienhauses mit 15 Wohnungen sowie einer Gemeinschaftswohnung und eines Gemeinschaftsraumes in der Clemens-Wenzeslaus-Straße 4 in Trier. Finanzministerin Doris Ahnen überreichte gemeinsam mit Dr. Ulrich Link, Mitglied des Vorstandes der ISB, die Förderzusage an zak-Wohnpakt-Vorstandsmitglied Helga Büdenbender.

„Trier ist eine sogenannte ‚Schwarmstadt‘, in der die Nachfrage nach Wohnraum angestiegen ist und weiter steigen wird. Deshalb freue ich mich sehr, dass dieses Projekt der zak Wohnpakt eG Trier, gefördert mit der sozialen Wohnraumförderung des Landes, hier entstehen wird und wir gemeinsam einen wichtigen Beitrag zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums leisten“, sagte Ministerin Doris Ahnen. Ahnen hob zudem die Bedeutung von Wohnungsgenossenschaften hervor: „Besonders freut es mich, dass hier ein gemeinschaftliches Projekt entsteht, das von einer speziell für die Errichtung dieses Objekts neu gegründeten Wohnungsgenossenschaft initiiert wurde. Die vom Land finanziell unterstützte Beratung hat bei zak Wohnpakt eG Trier Früchte getragen. Das Projekt ist ein Beleg dafür, dass Wohnungsgenossenschaften bezahlbaren Wohnraum schaffen. Wir tun daher gut daran, die in Rheinland-Pfalz entstandene Genossenschaftsidee neu zu beleben. Wir haben mit dieser Idee positive Erfahrungen gemacht und mit unseren verschiedenen Fördermöglichkeiten den richtigen Weg eingeschlagen.“

Angelika Birk, Bürgermeisterin der Stadt Trier, begrüßte den Neubau: „Die Stadt hat das Grundstück der jungen Genossenschaft gern zur Verfügung gestellt. Mit diesem Beispiel der Zusammenarbeit von Land, ISB und Stadt zur Förderung gemeinsamen Wohnens wollen wir auch weitere Interessierte ermutigen, sich zu einer größeren Hausgemeinschaft zusammenzutun. Für Kommunen, Genossenschaften, wie auch für andere Investoren sind solche Hausgemeinschaften zukunftsweisend.“

Insgesamt werden 22 Wohnungen entstehen, 15 davon sind gefördert. Sämtliche Wohnungen des gemeinschaftlichen Mehrgenerationenprojektes sind barrierefrei beziehungsweise schwellenlos zu erreichen. Helga Büdenbender erklärte: „Es handelt sich bei unserem Projekt um eine speziell für die Errichtung des Wohngebäudes gegründete Genossenschaft. Dabei ist uns das gemeinschaftliche, integrative Zusammenleben mit gegenseitiger Unterstützung ein besonderes Anliegen. Unsere Genossenschaft wird von den Mitgliedern selbstverwaltet und diese Idee kommt an. Die Wohnungen sind fast alle vergeben.“

„Die ISB bietet Darlehen mit einer Zweckbindung von bis zu fünfzehn oder zwanzig Jahren an, diese sind in den ersten fünf bis zehn Jahren zinslos. Mit einem nachrangigen Darlehen der ISB erhalten Investoren sehr günstige Konditionen und die mitfinanzierenden vorrangigen Hausbanken ein hohes Maß an Sicherheit“, sagte Link. Gefördert werden der Neubau, Ersterwerb, Ersatzneubau, Aus- und Umbau, die Umwandlung sowie die Erweiterung von Mietwohnungen. Die ISB gewährt unter anderem für Zusatzdarlehen, etwa für standortbedingte Mehrkosten, Abrisskosten oder unter bestimmten Voraussetzungen auch für den Einbau von Aufzügen einen Tilgungszuschuss von bis zu 25 Prozent des Zusatzdarlehens. Für das Grunddarlehen beträgt der Tilgungszuschuss bis zu zwanzig Prozent je nach Zweckbindung.

Zwei Mitglieder der Genossenschaft nahmen ein weiteres Förderprogramm der ISB in Anspruch: ISB-Darlehen zum Erwerb von Genossenschaftsanteilen können bis zu einer Höhe von 80 Prozent der Erwerbskosten für die zu zeichnenden Geschäftsanteile höchstens jedoch bis zu 50.000 Euro bewilligt werden. Die Zinsen für das ISB-Darlehen Erwerb von Genossenschaftsanteilen betragen für die Dauer von zehn Jahren 0,5 Prozent im Jahr.