Neue Broschüre „Innen entwickeln!“ erscheint

Die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum ist in den rheinland-pfälzischen Kommunen weiterhin hoch. Zur Schaffung neuen Wohnraums ist daher auch eine aktive Liegenschaftspolitik erforderlich. Mit Blick auf endliche Ressourcen und das Ziel, die Neuinanspruchnahme von Flächenpotenzialen zu reduzieren, ist die Innenentwicklung ein probates Mittel. Sie bietet die Chance, Flächenreserven zu nutzen und Siedlungsbestand auch im Hinblick auf urbanes Grün zu entwickeln. Herausragende Beispiele und gelungene Lösungen stellt die neue Broschüre „Innen entwickeln!“ vor, die heute erschienen ist. 

„Wir arbeiten kontinuierlich daran, dass mehr bezahlbarer Wohnraum in Rheinland-Pfalz entsteht. Der Bedarf an Wohnraum ist insbesondere in den Schwarmstädten groß und wir müssen offen für Modelllösungen und innovative Ideen sein. Gelungene Innenentwicklung bietet die Chance, zusätzliche Wohnraumpotenziale zentral zu erschließen, um bezahlbaren und bedarfsgerechten Wohnraum in Stadt- und Ortskernen zu schaffen“, erläuterte die rheinland-pfälzische Finanz- und Bauministerin Doris Ahnen. „Unsere gebaute Umwelt und vor allem auch die öffentlichen Räume sollten nachhaltig errichtet werden, um auch für die nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Zukunft zu schaffen. Mit Blick auf den Klimawandel wird auch die Entwicklung neuer architektonischer Konzepte und Materialien ein wichtiges Zukunftsthema für die Innenentwicklung sein“, ergänzte Michael Ebling, Oberbürgermeister der Stadt Mainz und Vorsitzender des rheinland-pfälzischen Städtetags.

Insgesamt zwölf Beispiele einer gelungenen Innenentwicklung werden in der neuen Broschüre „Innen entwickeln! – Chancen für mehr bezahlbaren Wohnraum“ aufgezeigt, die im Rahmen einer Arbeitsgruppe des Bündnisses für bezahlbares Wohnen und Bauen Rheinland-Pfalz entstanden ist. Die umgesetzten Wohnbauprojekte zeigen unterschiedliche Ansätze und Lösungen für eine qualitätsvolle und nachhaltige Innenentwicklung. Die Projekte sind in vier Kategorien aufgeteilt: Ersatzbau, Lückenschluss, Anbau und Aufstockung, um die unterschiedlichen Herangehensweisen und Ziele aufzuzeigen. Dabei wurden nicht nur die Ballungszentren beleuchtet, sondern auch Beispiele aus dem ländlichen Raum berücksichtigt.

Anhand der umgesetzten Vorhaben soll aufgezeigt werden, wie bezahlbarer Wohnraum zentrumsnah hergestellt werden kann, welche Faktoren für eine soziale Mischung notwendig sind und wie die Einbindung in die Umgebung auch hinsichtlich der Nachbarschaft erfolgen kann. „Gerade in Fragen der Innenentwicklung sind Transparenz und ständiger Dialog wichtig“, betonte Thomas Will, Geschäftsführer der Wohnbau Mainz und Vorsitzender der ARGE der rheinland-pfälzischen Wohnungsunternehmen. „Letztlich ist Innenentwicklung dann gut, wenn sie einen Mehrwert für neue und alte Bewohnergruppen schafft“, unterstrich Gerold Reker, Präsident der Architektenkammer Rheinland-Pfalz. Gleichzeitig betonte er die Bedeutung einer klugen Planung und Steuerung auf allen Ebenen vom Konzept bis zur planerischen Umsetzung.

Durch Innenentwicklung erfahren Quartiere darüber hinaus eine Durchmischung, werden aufgewertet und können so neu belebt werden. „Weil Ortskerne, die eine Nutzungsmischung für Wohnen, Arbeit, Kultur und Leben aufweisen, attraktiv sind und unsere Kommunen nachhaltig stärken, ist Innenentwicklung für mich besonders wichtig“, so Bauministerin Ahnen.

Die Broschüre steht auf der Seite www.baukultur.rlp.de als pdf-Datei zum Download bereit oder kann in gedruckter Fassung bestellt werden (baukultur@fm.rlp.de). Die zwölf Wohnbauprojekte sind auch auf der Seite der Baukultur dargestellt. Außerdem zeigen zwei Kurzfilme die Beispiele in Ludwigshafen und Trier (www.baukultur.rlp.de/de/projekte/).