„Mehr Mitte bitte!“ - erfolgreicher Abschluss der zweiten Staffel

Dr. Stephan Weinberg, Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Finanzministerium, eröffnete heute gemeinsam mit Dr. Karl-Heinz Frieden, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Gemeinde- und Städtebunds Rheinland-Pfalz e.V., und Gerold Reker, Präsident der Architektenkammer Rheinland-Pfalz, die Ausstellung der ausgewählten Projekte des Wettbewerbsverfahrens „Mehr Mitte bitte!“ im Zentrum Baukultur Rheinland-Pfalz in Mainz.

„Die Wettbewerbe ermöglichen, das bestmögliche Planungspotential einer Ortsmitte herauszuarbeiten. Gesucht und gefunden wurden dadurch innovative, zukunftsfähige und nachhaltige Lösungen für das Thema Wohnen, Leben und Arbeiten, die sich mit den Auswirkungen des demografischen Wandels auseinandersetzen und dabei energetische und gestalterische Ansprüche verwirklichen. Eine gute Baukultur stärkt darüber hinaus den Ort und trägt dazu bei, dass gutes Wohnen und Leben ein Standortvorteil in Rheinland-Pfalz ist“, sagte Staatssekretär Dr. Stephan Weinberg.

Ziel der Wettbewerbe ist es, ländliche Orts- und Stadtkerne baulich aufzuwerten und zu beleben. Vor allem die Wiedernutzung von altem Gebäudebestand und von Brachflächen sollte angestoßen und damit die Innenentwicklung vorangetrieben werden.
In der zweiten Staffel haben zwei Gemeinden und Bauherrinnen und Bauherren die Wettbewerbe durchgeführt. Die Aufgabe umfasste einen Realisierungswettbewerb, der den Umbau des ehemaligen „Kaufhauses Hassel“ in Hamm (Sieg) im Fokus hatte, sowie einen Ideenwettbewerb, der den Bau eines Wohnprojektes im Finklerhof in Landau-Godramstein beinhaltete.

„‘Mehr Mitte bitte!‘ brachte Ideenwerkstätten aufs Land. Als probates Mittel zeigten sich dabei wieder die Architektenwettbewerbe. Heißt Entwerfen doch: denken, nachdenken, Fragen stellen, Antworten suchen. Dabei geht es um Perspektivwechsel – der frische Blick tut gut. Und die Ergebnisse zeigen: Häufig geht dann auch ein Ruck durch die Gemeinde“, so Gerold Reker, Präsident der Architektenkammer Rheinland-Pfalz.
Dr. Karl-Heinz Frieden, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Gemeinde- und Städtebundes Rheinland-Pfalz, stellt fest: „Eng verbunden mit dem Bewahren und der Wiederbelebung attraktiver Orte zum Arbeiten und zum Wohnen inmitten unserer Städte und Dörfer ist der an uns gestellte Verfassungsauftrag zur Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse.“

Die Ausstellung ermöglicht auch einen Einblick in bereits erfolgreich umgesetzte Projekte der ersten Staffel „Wohnen auf der Gass“ in Eisenberg und „Florinshof am Pulvermaar“ in Gillenfeld.

„Das Wettbewerbsformat ‚Mehr Mitte bitte!‘ schafft darüber hinaus eine sehr gute Kommunikationsplattform innerhalb eines Ortes. Die zahlreichen Varianten und Ideen geben Anregungen und setzen Impulse für weitere bauliche Entwicklungen über die eigenen Ortsgrenzen hinaus“, sagte Dr. Weinberg abschließend.

Das Wettbewerbsverfahren „Mehr Mitte bitte!“ wurde seitens des rheinland-pfälzischen Finanz- und Bauministeriums zusammen mit dem Gemeinde- und Städtebund Rheinland-Pfalz und in Kooperation mit der Architektenkammer Rheinland-Pfalz zum zweiten Mal erfolgreich durchgeführt. Das Finanzministerium übernimmt dabei gemeinsam mit dem rheinland-pfälzischen Gemeinde- und Städtebund die Kosten für die Durchführung der Realisierungswettbewerbe, die Kosten der Wettbewerbsbetreuung sowie die Preisgelder der Architektinnen und Architekten.
Die Ausstellung im Zentrum Baukultur im Brückenturm Mainz kann noch bis zum 31. Oktober 2019 besucht werden.
Weitere Informationen und eine ausführliche Dokumentation finden Sie hier.