Landesförderung für die Stadt Bingen

Die Stadt Bingen ist die sechste rheinland-pfälzische Kommune, die dem Projektaufruf des Ministeriums der Finanzen für vorbildliche Konzeptvergabeverfahren bei der Veräußerung öffentlicher Grundstücke gefolgt ist. 

„Mit 25.000 Euro erhält die Stadt Bingen einen Zuschuss aus dem Förderprogramm ‚Experimenteller Wohnungs- und Städtebau‘, um ein gutes und solides Konzept für ein über 4.000 Quadratmeter großes Grundstück, das sich im Eigentum der Stadt befindet, sozial gerecht und nachhaltig zu entwickeln. Auf dem Gelände sind 30 bis 40 neue Wohneinheiten mit einer Bruttogeschossfläche von rund 5.040 Quadratmetern angedacht. Gemeinschaftlicher und barrierefreier sowie ein Anteil geförderter Wohnraum sollen unter der Prämisse der städtebaulichen und baukulturellen Qualität entstehen. Dabei sollen auch die Themen Energie, Mobilität und Nachhaltigkeit berücksichtigt werden“, sagte Finanz- und Bauministerin Doris Ahnen.

Das zu veräußernde Grundstück „Franz-Burkard-Straße“ befindet sich in Bingen an der Schnittstelle zwischen Innenstadtkern und der Wohnbebauung am Rochusberg. Derzeit ist es noch Teil des Grundschulgeländes und mit einer Turnhalle bebaut. Sobald die Grundschule eine andere Schulsporthalle in der näheren Umgebung bezieht, kann die Turnhalle abgerissen werden. Das frei werdende Gelände soll zur Schaffung von neuem bezahlbarem Wohnraum insbesondere für Familien genutzt werden.

„Mit der Konzeptvergabe verfügen die Kommunen über ein wirksames Instrument, um solche Projekte zu realisieren. Dabei wird nicht nur bezahlbarer, sondern auch sozial ausgewogener, zukunftsfähiger und qualitätsvoller Wohnraum geschaffen. Darüber hinaus bin ich zuversichtlich, dass die erarbeiteten Lösungen und der Weg dorthin auch in anderen Kommunen als Modell und Impulsgeber dienen“, führte Ministerin Doris Ahnen weiter aus.

Anfang 2020 hatte das Ministerium rheinland-pfälzische Kommunen dazu aufgerufen, ihre geplanten Konzeptvergabeverfahren einzureichen, um eine Projektförderung zu erhalten. Ausgewählten Konzeptvergabeverfahren konnte eine Projektförderung in Form eines Zuschusses von bis zu 80% der zuwendungsfähigen Kosten, maximal 25.000 Euro, gewährt werden. Insbesondere werden dadurch Mehrkosten, die durch die Beauftragung von Dritten zur Durchführung des Verfahrens entstehen, gefördert. 
Neben Bingen haben auch die Ortsgemeinden Niederwerth und Gau-Bischofsheim, die Städte Neustadt an der Weinstraße, Grünstadt sowie Wörth am Rhein einen Zuwendungsbescheid zur Förderung der Durchführung eines Konzeptvergabeverfahrens erhalten.

Eine Evaluation der Modellprojekte ist für Ende dieses Jahres vorgesehen.